7 Gründe für frühzeitigen Reifenverschleiß

Sie möchten die niedrigsten Kilometerkosten und den maximalen Ertrag aus Ihren Reifen herausholen – ganz gleich, ob es sich um Lkw-Reifen, Landwirtschaftsreifen oder Erdbewegungsreifen handelt. Vorzeitiger Reifenverschleiß führt nicht nur zu höheren Kosten, sondern auch zu Leistungseinbußen, mehr Stillstand und geringerer Sicherheit. Entdecken Sie hier die 7 häufigsten Ursachen für Reifenverschleiß – und was Sie dagegen tun können.
7 Gründe für frühzeitigen Reifenverschleiß

Natürlich sollen Ihre Reifen möglichst lange halten. Nur so erzielen Sie die niedrigsten Kilometerkosten und den größten Nutzen aus Ihrer Investition. Achten Sie deshalb darauf, vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden. Anhand des Verschleißbildes lässt sich oft erkennen, wo das Problem liegt.

1 - Zu niedriger Reifendruck

Werden Reifen über längere Zeit mit zu geringem Luftdruck gefahren, nutzen sich beide Schultern des Reifens schneller ab. Ursache ist eine ungleiche Druckverteilung über die Lauffläche.
Bei Lkw-Reifen führt dies zu höherem Kraftstoffverbrauch und schlechterem Fahrverhalten. Bei landwirtschaftlichen Maschinen kann es zusätzlich zu verstärkter Bodenverdichtung kommen.

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2 – Zu hoher Reifendruck

Das Gegenteil ist ebenso problematisch: Bei zu hohem Reifendruck nutzt sich die Mitte der Lauffläche schneller ab. Dadurch verringert sich die Aufstandsfläche auf der Straße oder dem Boden, was insbesondere bei Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen zu verminderter Traktion führen kann.
Die Lösung ist einfach, aber entscheidend: Kontrollieren Sie den Reifendruck regelmäßig und halten Sie sich an die Herstellervorgaben.

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3 – Schlechte Stoßdämpfer

Zeigt die Lauffläche unregelmäßige Verschleißstellen oder verformte Profilblöcke, kann dies auf defekte Stoßdämpfer oder eine Unwucht im Rad hinweisen. Prüfen Sie auch Kugelgelenke und Gummilager der Aufhängung – insbesondere bei stark belasteten Erdbewegungsmaschinen.
Eine mangelhafte Dämpfung verursacht stärkere Vibrationen, erhöhten Verschleiß und kann das Reifenkarkass beschädigen.

4 – Falsche Radeinstellung

Eine falsche Spureinstellung oder Achsgeometrie führt zu schrägem Verschleiß oder sogenanntem Sturzverschleiß. Dies lässt sich oft durch Abtasten der Lauffläche mit der Hand feststellen. Bei Lkw-Reifen äußert sich dies häufig durch Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten, bei Landwirtschaftsreifen durch ungleichmäßige Zugkraft.

Lösung: Lassen Sie das Fahrzeug rechtzeitig vermessen und einstellen, um Verschleiß zu vermeiden und den Fahrkomfort zu erhalten.

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5 – Wulstschäden

Der Reifenwulst sorgt für eine luftdichte Verbindung zwischen Reifen und Felge. Sobald hier ein Schaden auftritt, ist ein sofortiger Austausch erforderlich. Häufige Ursachen sind eine unsachgemäße Montage oder ein falsch eingestellter Montagekopf.
Kontrollieren Sie nach jedem Reifenwechsel, ob der Wulst korrekt im Felgenbett sitzt und der Luftdruck stabil bleibt.

6 – Seitenwandverschleiß

Seitenwandschäden entstehen häufig durch Bordsteine, Hindernisse oder Materialermüdung. Bei Erdbewegungsreifen treten sie auch durch Kontakt mit Steinen oder abrasiven Oberflächen auf.
Überprüfen Sie die Seitenwände regelmäßig auf Risse – sobald Karkassfäden sichtbar werden, muss der Reifen ersetzt werden.

7 – Sägezahnbildung

Eine häufige Form von unregelmäßigem Verschleiß, insbesondere bei nicht angetriebenen Achsen von Lkw oder bei Landwirtschaftsreifen, die häufig auf hartem Untergrund eingesetzt werden.
Erkennbar ist sie an ungleichmäßig abgenutzten Profilkanten, die sich mit der Hand ertasten lassen.
Die Ursache liegt meist in zu niedrigem Reifendruck oder einer fehlerhaften Spureinstellung.

Tipp: Wechseln Sie regelmäßig die Radpositionen, um den Verschleiß gleichmäßiger zu verteilen.

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Möchten Sie genau wissen, wie Sie vorzeitigen Verschleiß bei Ihrem spezifischen Fahrzeug oder Ihrer Maschine vermeiden können? Bitte kontaktieren Sie uns. Wir unterstützen Sie gerne – von der Reifenpflege bis hin zur Beratung zu Abrollumfang und Reifendruck.

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